Friedrich Schröder-Sonnenstern
1892 - 1982

"Ich bin der dreifache Weltmeister der Narretei, aller freien Künste, des Irrtums und der Täuschung"


Seine Bilder, Zeichnungen und Schriften verzaubern durch die Kraft des Instinkts und die Aufrichtigkeit der Aussage. Sie sind geprägt durch eigenwilligen Surrealismus, eine phantasievolle, schalkhafte Symbolwelt, durch sinnliche, obzöne Fabelwesen und bizarre, skurrille Utopiegebilde.

Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Art Brut oder Outsider Art . Sein Bonmot "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt man völlig ungeniert" entstand nach seiner Entmündigung 1919.

Schröder-Sonnenstern beginnt seine Malerei 1949 und vollendet in den nachfolgenden zehn Jahren 250 kleinformatige Zeichnungen und 120 große Formate. Ab 1950 Galerie Springer, Berlin, 1959 Galerie Les Mages, Vence, "Art Brut" "Exposition Internationale du Surrealisme", Galerie Daniel Cordier, Paris. 1967 widmet ihm die Kunsthalle Düsseldorf eine Restospektive ebenso 1973 die Kestner Gesellschaft Hannover. Im gleichen Jahr erhält er die Erik-Erikson-Medaille für sein künstlerisches Werk. Seit 1960 hat Schröder-Sonnenstern zahlreiche Einzel- und Kollektivausstellungen, u.a. in der Galerie Brockstedt, Hamburg, D'Arcy Galleries, New York, Galleria   Schwarz, Mailand, Aoki Gallery, Tokio.



(129)
F.S. Sonnenstern
"Brautwerber", 1972
Druck 91/150, signiert, 56x39cm