Lidy von Lüttwitz

• 1902 in Berlin geboren,
• in Posen aufgewachsen
1926 Ecole des Beaux in Paris-Studium
   der Bildhauerei
• 1928-1932 Akademie der Steinwerkklasse in Berlin

Konzentriert auf die innere Zwiesprache im Entstehen ihrer Werke - sie war fast taub - gab sie ihren "Kindern", wie sie ihre Skulpturen nannte, selten einen konkreten Namen - "die Empfindung verflüchtigt sich im Formulieren" - sie überliess dem Betrachter lieber die eigene Interpretation. Ihre künstlerischen Phasen tragen die Namen: Gespalten - Auflösen - Wachstum... und das wahrnehmende Sinnesorgan ist das Auge in fast allen Werken.
Sie erhielt 1952 den Berliner Kunstpreis für Bildhauerei und daraus folgend 1954 den Auftrag zum Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus vor dem Rathaus Berlin-Reinickendorf.

Für sie, deren Kunst im Nationalsozialismus als entartet galt, war dies eine ganz besondere Belohnung ihres künstlerischen Schaffens. Die Werke ihrer zweiten Lebenshälfte entstanden in einem Atelier der ehemaligen Klosterbrauerei Altenhohenau bei Wasserburg am Inn, wo sie selbst mit 90 noch auf hohen Gerüsten ihre Skulpturen meißelte. Sie hatte das Geschenk der geistigen Klarheit und weltoffenen Jugendlichkeit bis ans Ende ihres 94jährigen Erden-Lebens.

Skulpturen aus Holz, Sandstein, Marmor, Bronze, Blei, Dolomit

zu ihren Werken ...

 


Lidy, Baronin von Lüttwitz (1902-1996)